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11. August 2022 /

„Von Zitronen und Investments, die sich auszahlen“

Das Hamburger Start-Up Faktor Mensch hat eine Mission: ArbeitnehmerInnen die beste medizinische, körperliche und mentale Gesundheitsversorgung verschaffen und dabei zur Stärkung der Arbeitgebermarke maßgeblich beitragen. Warum sich die Investition in die Mitarbeitenden wirtschaftlich auszahlt und was das Team von Faktor Mensch jeden Tag auf das Äußerste motiviert, das haben wir im Top Brand-Interview vom Geschäftsführer Francesco Jäger erfahren.

Wie würden Sie Ihre Unternehmensphilosophie beschreiben? Was ist gewissermaßen Ihre Prämisse?

Kennen Sie die vermeintliche Weisheit: Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann mach Limonade daraus. Dieser Spruch ist Nonsens, denn mit den Zitronen kommen ja kein Rezept oder die restlichen Zutaten. Konkret: Egal, ob es sich um körperliche oder psychische Krisen handelt – es braucht Zeit und gewisse Rahmenbedingungen, um diese zu meistern. Leider fängt das gesetzliche Basispaket Menschen in Krisenzeiten nicht ausreichend auf. Im besten Fall hat man privat vorgesorgt. Die Mission von Faktor Mensch ist es, so vielen Menschen wie möglich zur bestmöglichen Gesundheitsversorgung und Vorsorge zu verhelfen. Sei es in Form von Wissensvermittlung zur bedeutenden Rolle von Bewegung und Ernährung für das Wohlbefinden oder konkreten Präventions- und Versorgungsmaßnahmen im Zusammenhang von körperlichen oder psychischen Erkrankungen.

Und diese Menschen erreichen Sie über die Arbeitgeber. Was macht Ihr Konzept besonders und attraktiv für Unternehmen?

Der Name Faktor Mensch macht unseren Fokus sehr deutlich – der Mensch steht im Mittelpunkt. Am Ende des Tages strebt wohl jeder und jede nach einem gesunden und glücklichen Leben. ArbeitnehmerInnen verbringen im Schnitt 50 Prozent ihrer wachen Lebenszeit bei der Arbeit. Das Arbeitsumfeld hat also großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Zeitgleich stehen Arbeitgeber in der Verantwortung, in ihre Angestellten zu investieren. Außerdem können wirtschaftliche Ziele nur mit einem funktionierenden, motivierten und vor allem gesunden Team erreicht werden. Der Mensch ist keine Maschine. Buzzwords wie Work-Life-Balance zeigen ganz deutlich, dass insbesondere jüngere Generationen große Anforderungen an ihren Arbeitgeber stellen. Faktor Mensch bietet Unternehmen smarte und umsichtige Konzepte, um für beide Parteien sinnvoll in die Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Angestellten zu investieren. Für den Arbeitgeber äußert sich diese in Form von weniger krankheitsbedingten Ausfällen und einer Verbesserung des unternehmenseigenen Images.

Faktor Mensch ist ein Start-Up. Sie und Ihr Team sind noch relativ jung. Welche Vorteile birgt das für Unternehmen?

Das Team ist wirklich herausragend. Das kann ich nicht anders sagen. Die Gründung und insbesondere die erste Zeit wären ohne jeden einzelnen und jede einzelne von ihnen nicht möglich gewesen. Jede und jeder bringt unterschiedliche Fähigkeiten ein. Das junge Durchschnittsalter bedingt vielleicht eine gewisse Dynamik und – wenn Sie es so nennen wollen – Wagemut. Kein Ziel scheint zunächst zu fernliegend. Unternehmen profitieren als Kunden hiervon. Neben dem notwendigen Know-how kommen mit uns auch eine Vielzahl von spannenden Kooperationspartnern: Shop Apotheke, Mister Spex, HelloBetter und onesome, um nur ein paar zu nennen. Wir arbeiten aktuell außerdem an einer App. Für ArbeitnehmerInnen wird die Inanspruchnahme von Leistungen und Services auf diese Weise noch einfacher. Grundsätzlich unterstützen wir Unternehmen auch dabei, ihr Gesundheitsprogramm erfolgreich an die ArbeitnehmerInnen zu kommunizieren.

Und welche Vorteile genießen ArbeitnehmerInnen?

ArbeitnehmerInnen steht ein bestimmtes Budget im Jahr zur Verfügung. Je nach Konzept kann dieses beispielsweise für notwendige Zuzahlungen zu Leistungen wie Physiotherapie, Zahnbehandlungen oder Brillen genutzt werden. Auch osteopathische Behandlungen oder Akupunktur werden hierdurch finanziell möglich. Außerdem verhelfen wir ArbeitnehmerInnen zu kurzfristigen Terminen bei Spezialisten oder für MRT oder CT. Alle Mitarbeitenden erhalten im Rahmen der Zusammenarbeit eine haptische Box und eine Schulung – digital oder offline –, in der das Konzept erläutert wird. Außerdem stehen wir ihnen immer zur Seite.

Sie erhalten sicherlich regelmäßig Feedback von Kunden oder Partnern – was war die schönste Rückmeldung des letzten Jahres?

Mit unseren Partnern und Unternehmen pflegen wir offensichtlich einen sehr professionellen Umgang. Da geht es häufig um die Umsetzbarkeit, Zahlen & Co. Dagegen erreichen uns dann und wann wirklich persönliche und herzliche Nachrichten von ArbeitnehmerInnen. Ich erinnere mich da insbesondere an eine Dame. Sie haben sicherlich schon einmal versucht, einen MRT-Termin zu bekommen. Für gesetzlich Versicherte kann die Wartezeit schon mal Monate betragen. Wir konnten ihr durch unser zur Verfügung gestelltes Netzwerk mindestens ebenso schnell zu einem Termin verhelfen, als wäre sie privat versichert gewesen. Die Freude hierüber war immens. Sie müssen sich vorstellen, dass bei körperlichen Beschwerden, zu deren eindeutiger Diagnose und Behandlung ein MRT notwendig ist, die Wartezeiten zermürbend sein können. Diese Belastung hat – nebenbei erwähnt – natürlich Auswirkungen auf die Arbeitsleistung. Wie gesagt, wir sind keine Maschinen. Die Dame leidet tatsächlich an einer chronischen Erkrankung und konnte dank des Gesundheitsprogramms durch ihren Arbeitgeber erstmalig osteopathische Behandlungen wahrnehmen. Ihre Dankbarkeit war riesig. Solche Nachrichten zu kriegen, wissen wir sehr zu schätzen – sie sind der Grund, warum wir tun, was wir tun. Jeden Tag aufs Neue. Jeden Tag voller Elan.

Faktor Mensch verfolgt eine klare Mission. Was ist Ihre Vision für die Zukunft des BGM in Deutschland?

Über das BGM kann ein großer Teil der Bevölkerung erreicht werden. Dieses Potenzial sollte ausgeschöpft werden, um soziale Gerechtigkeit voranzutreiben und zeitgleich die Wirtschaft zu stärken. Über BGM kann Menschen dazu verholfen werden, gesünder, leistungsfähiger und am Ende des Tages auch zufriedener zu sein. Hinter allem steckt ein Mensch – auch hinter wirtschaftlichen Erfolgen.

Und was möchten Sie mit Faktor Mensch ganz konkret in den nächsten 12 Monaten erreichen?

Zum einen suchen wir neue Teammitglieder, die ebenso wie das bestehende Team BGM als Herzensangelegenheit bezeichnen. Wir brauchen so viel Unterstützung wie nur möglich bei unserer Mission. Die Zertifizierung ist daher ein wichtiger Schritt für uns: Wir sind nicht nur sehr stolz hierauf, sondern haben die Möglichkeit, noch mehr Unternehmen und Kooperationspartner zu gewinnen. Wir möchten im nächsten Jahr 100.000 Menschen in der Community willkommen heißen und unterstützen. Schon jetzt arbeiten wir an neuen Konzepten und erweitern unser Kommunikationspaket. Es gibt viel zu tun, aber wir freuen uns auf die Herausforderungen der Zukunft und über jeden Menschen, dem wir zu einer besseren gesundheitlichen Versorgung und Vorsorge verhelfen konnten. Am Ende ist die Gesundheit immer noch das höchste Gut.

Francesco Jäger, Geschäftsführer von Faktor Mensch
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Katja Werner
Katja Werner
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