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18. August 2022 /

Anzahl der offenen Stellen so hoch wie nie zuvor: Politik diskutiert Rahmenbedingungen zur beschleunigten Einwanderung

Ob Pflege, Handwerk, Logistik, Dienstleistung, Produktion, Finanzwirtschaft – der Fachkräftemangel ist branchenübergreifend so stark wie nie zuvor. Die Anzahl offener Stellen ist im zweiten Quartal auf 1,93 Millionen angestiegen, das sind 11% mehr als im Quartal zuvor. Laut Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gab es seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1992 noch nie so viele unbesetzte Arbeitsstellen.

Um die akuten Brände innerhalb der Wirtschaftssektoren möglichst kurzfristig zu löschen und den Folgen des demografischen Wandels gleichzeitig auch langfristig entgegenzuwirken, bemüht sich die Politik, Einwanderungshürden abzubauen und qualifizierte Fachkräfte auch aus Drittstaaten beschleunigt ins Land zu holen. Mit der Verabschiedung des ersten Migrationspaketes, der Diskussion über ein Punktesystem, das auch Fachkräften ohne Arbeitsvertrag eine zügige Einreise ermöglichen soll, einer schnelleren Anerkennung von Bildungsabschlüssen oder der geplanten Erweiterung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes sollen bürokratische Hindernisse eliminiert und Anreize zur Migration von qualifiziertem Personal geschaffen werden.

Unabhängig davon, wie die Regelungen im Einzelnen final gestaltet werden, wird deutlich, dass Unternehmen sich mit Themen wie Migration, Diversity und Talentmanagement beschäftigen müssen, um auf die neuen Gegebenheiten, Chancen und Möglichkeiten reagieren zu können. So müssen beispielsweise Recruiting-Strategien neu gedacht werden, Möglichkeiten zur Qualifizierung ausländischer Mitarbeitender geschaffen werden und Hürden im Bereich Sprache und Unternehmenskultur abgebaut werden. Bezugnehmend auf die Entwicklung eines nachhaltigen Corporate Health Management sollten diese Bereiche schon jetzt stärker in den Fokus genommen werden, um für die Zukunft gerüstet zu sein.

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Katja Werner
Katja Werner
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