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3. August 2022 /

Fachkräftemangel im Juli 2022 erneut auf Rekordstand: Jedem zweiten Betrieb fehlen qualifizierte Mitarbeitende

Der Fachkräftemangel innerhalb der deutschen Unternehmenslandschaft spitzt sich weiter zu. Während im April dieses Jahres noch 43,6% der Betriebe angaben, keine qualifizierten Mitarbeitenden zu finden, sind es Ende Juli 2022 bereits 49,7%. Das geht aus einer Pressemitteilung des Münchner Ifo-Instituts hervor.

Der Dienstleistungssektor ist mit durchschnittlich 54,2%am stärksten betroffen, hier leiden vor allem die Veranstaltungs- und Beherbergungsbranche (64%) direkt gefolgt vom Lagerei-Sektor (62,4%). Im verarbeitenden Gewerbe finden 44,5% der befragten Unternehmen kein geeignetes Personal. Besonders schwierig gestaltet sich hier die Personalsuche in der Nahrungsmittelherstellung (58,1%) und in der Produktion von Datenverarbeitungsgeräten und Metallerzeugnissen (ca. 57%). Auch im Einzelhandel gibt es mit 41,9% gravierende Personal-Engpässe. In der Baubranche klagen 39,3% der Betriebe darüber, keine Fachkräfte zu finden.

Ifo-Arbeitsmarktexperte Stefan Sauer rechnet damit, dass das Problem mittel- und langfristig noch schwerwiegender wird. „Immer mehr Unternehmen müssen ihre Geschäfte einschränken, weil sie einfach nicht genug Personal finden“, kommentierte er die Erhebung.

Der Kampf um die besten Talente lässt sich branchen- und größenunabhängig nicht länger ignorieren. Unternehmen, die auch in der Zukunft wettbewerbsfähig und wirtschaftlich erfolgreich sein wollen, müssen die Entwicklung ganzheitlicher, langfristiger Personalstrategien zur zentralen Managementaufgabe machen. Themen wie Corporate Health Management, Mitarbeiterbindung und die Entwicklung einer starken Employer Brand gehören maßgeblich dazu.

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Katja Werner
Katja Werner
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